Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Das Landesprogramm Schule der Zukunft (SdZ) wurde von den für Schule und Umwelt zuständigen Ministerien des Landes NRW initiiert und wird durch diese gefördert. Es begleitet Schulen dabei, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für die eigene Unterrichts- und Schulentwicklung zu entdecken und zu nutzen. 
Auch die Marienschule Roxel nimmt an diesem Programm teil. 


Wir an der Marienschule sehen uns in einer besonderen Verantwortung, die Schüler*innen im Sinne eines nachhaltigen Lebens zu erziehen und für ihre Umwelt zu sensibilisieren. Durch vielfältige Aktivitäten und Projekte unterstützen wir die Kinder, Verantwortung für sich selbst, das Miteinander, die Natur und die Umwelt zu übernehmen und dadurch Zukunft mitzugestalten. 

Hochbeete und mehr an der Marienschule

Das Projekt der Marienschule Roxel in Kooperation mit der Gesamtschule Münster-West nimmt Fahrt auf und ist um ein Highlight reicher (siehe Beitrag WN)

Müllvermeidung/Mülltrennung


In der gesamten Schulgemeinschaft bemühen wir uns, Müll zu vermeiden. Elternbriefe werden als Mail geschickt, um den Papierverbrauch zu reduzieren, Wiederverwertung findet z.B. durch Upcycling-Aktionen statt, bei denen im Kunstunterricht aus "Müll" Geschenke oder Deko entstehen. Um den Restmüll so gering wie möglich zu halten, trennen wir anfallenden Müll und haben in den Klassen verschiedenfarbige Sammelbehälter für Wertstoffe, Papier-, Bio- und Restmüll aufgestellt. Jedes Jahr im März nehmen wir an der Müllsammelaktion der awm "Sauberes Münster" teil, die 3./4. Klassen besuchen den Deponie-Erlebnispfad der awm. 

Demokratiebildung und Teilhabe

Demokratiebildung und Teilhabe wird in der Marienschule Roxel in vielen Bereichen gelebt. In jeder Klasse findet der wöchentliche Klassenrat statt, der gemeinsam über Anliegen der Klasse spricht, gemeinsam Beschlüsse fasst und auch die Klassensprecher wählt.  In der monatlichen Kinderkonferenz, in der sich die gewählten Klassensprecher*innen mit der Schulleitung und der Schulsozialarbeiterin treffen, werden die Themen und Probleme der Kinder thematisiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht.  Auch bei größeren Anschaffungen, z.B. Spielgeräte für den Schulhof oder bei der Themenfindung für Projektwochen, hat die Kinderkonferenz ein Mitspracherecht. Bei der Schulversammlung, bei uns Monatsforum genannt, nehmen die Kinder aller Klassen teil, die Ergebnisse der Kinderkonferenz werden vorgestellt und das gemeinsam erarbeitete "Motto des Monats" verkündet. Gemeinsames Singen und kleine Vorführungen zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls runden die Veranstaltung ab.  

Präventionsprojekte zur Schulung des sozialen Miteinander

 Beim soziales Lernen im Klassenverband lernen Kinder lernen Gefühle zu äußern, die "Warme Dusche" stärkt ein positives Selbstwertgefühl und schafft ein positives Klassenklima. Im Programm Teamgeister erlernen die Schüler*innen Aktivitäten für ein respektvolles Miteinander. Beim Programm "Gewaltfrei Lernen" wird die Handlungsfähigkeit in Konfliktsituationen trainiert, Strategien zur Prävention und Intervention von Ausgrenzung, Mobbing und körperlichen Schikanen unter Schülern eingeübt. Der starke Stand, die Stopp-Regel in 3 Schritten, Körperschutzzonen, starke Entschuldigung und Wiedergutmachung werden regelmäßig wiederholt. Der "Magic Circle" ist ein Gesprächskreis mit verschiedenen Themen zur Prävention bzw. zum Abbau von aggresivem Verhalten. Das "Marburger Verhaltenstraining ist ein Trainingsprogramm für Kinder des 2. Jahrgangs zum Einüben des Einhaltens von Regeln und Vereinbarungen. 


Schulgarten und Wald-AG

Seit Herbst 2025 gibt es an unserer Schule eine Schulgarten- und Wald-AG, an der zur Zeit 15 Kinder aus den Jahrgängen 1-3 teilnehmen, die Nachfrage ist so groß, dass im Frühjahr eine zweite Gruppe gebildet wird. Nach Erkundung des Geländes des früheren, verwilderten Schulgartens wurde als erste Aktion ein Winterquartier für Igel aus Ästen, Laub und einem Igelhäuschen gebaut. Der Boden wurde genauer untersucht, Bodenproben wurden entnommen und in ein Labor geschickt, um eine genaue Analyse zu erhalten. Kräuter wurden in Töpfe mit Granulat und Erde gepflanzt. Im Frühling ist das Anlegen von Hochbeeten geplant, um dort Gemüse und Kräuter anzubauen, welches dann anschließend verarbeitet und verzehrt werden soll. Zwei Hochbeete erhalten wir im April 2026 durch Schüler des Adolph-Kolping Berufskollegs, die Erde liefert uns die awm Münster (Vermittlung vom BNE Netzwerk Münster). Weitere zwei Hochbeete sind uns in diesem Frühjahr von der AGRAVIS Raiffeisen GmbH, deren Auszubildende ("Junges Gemüse") uns auch bei der Bepflanzung helfen wollen, in Aussicht gestellt. Die Gemüse-Ackerdemie (AckerBildung e.V.) stellt uns Saatgut zur Verfügung und steht uns bei diesem Prozess mit Fortbildungen beratend zur Seite.